zurück | 25.04.2018 | Uli Schmid

Was ist eigentlich ein „Luftbett“?

Was ist eigentlich ein „Luftbett“?

Müssen Sie bei dem Begriff „Luftbett“ auch sofort an ein aufblasbares Gästebett denken? Oder an eine Luftmatratze, die hauptsächlich im Sommer zum Einsatz kommt – z.B. bei Sonnenanbetern oder zum Paddeln auf einem Baggersee? Dann sind Sie nicht allein, denn diese Gedankengänge sind weit verbreitet. Doch ein modernes, luftgesteuertes Schlafsystem der Premiumklasse ist etwas ganz anderes. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf es bei einer ergonomisch guten Matratze ankommt und was das Allgäuer Luftbett von einer einfachen Luftmatratze unterscheidet, der die Luft schnell ausgehen kann.

Vorsicht Verwechslung: Günstigen Luftmatratzen geht oft schnell die Luft aus!
Ein guter Freund hat mir einmal eine Geschichte von einem Wochenendausflug erzählt, der ihm wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Seine Freundin und er verbrachten zwei grauenvolle Nächte auf einer Gästebett-Luftmatratze. Das Einschlafen war eigentlich ganz in Ordnung – als die Matratze noch gut mit Luft gefüllt war. Doch das Erwachen mitten in der Nacht war weniger angenehm, denn die anfangs prall gefüllte Matratze hatte nach den ersten paar Stunden deutlich an Luft verloren. Durch sein Körpergewicht und den fehlenden Luftdruck in der Matratze wurde mein Freund immer stärker nach unten gezogen und die viel leichtere Freundin kullerte – wegen des entstandenen Gefälles – auf ihn. Kurze Zeit später spürten beide den harten Boden unter sich. Ab da waren die restlichen Nachtstunden der blanke Horror. An erholsamen Schlaf war nicht mehr zu denken. Auch die zweite Nacht auf diesem Gästebett verlief unbequem und nahezu schlaflos. Keine Angst – so eine Erfahrung werden Sie mit unserem hochwertig verarbeiteten Allgäuer Luftbett garantiert nicht machen! Doch lassen Sie mich Ihnen zunächst ein paar Grundlagen erklären, die Ihnen helfen, die nächtlichen Bedürfnisse Ihres Bewegungsapparates ein wenig besser zu verstehen.

Anregungen vom Schlafexperten: Worauf Sie bei der Auswahl einer ergonomisch guten Matratze achten sollten


Wussten Sie, dass wir ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen und somit im Bett verbringen? Da müsste man doch meinen, dass es sich lohnt, sich einmal gründlich mit diesem elementar wichtigen Lebensbereich zu beschäftigen und seine Schlafphasen möglichst angenehm zu gestalten. Denn wenn Sie Ihre Schlafqualität optimieren, verbessern Sie gleichzeitig Ihre gesamte Lebensqualität!

Schlafprobleme nehmen zu – die Nacht wird für viele Menschen zur Leidenszeit
Unserer Meinung nach wird eine falsche oder durchgelegene Matratze als Ursache für Schlafstörungen oft unterschätzt. Denn wenn die Schlafunterlage nicht passt, kann das zu Druckstellen und in der Folge zu bis zu 80 Drehbewegungen im Bett pro Nacht führen. Das geht zwangsläufig auf Kosten der Erholung, denn bei häufigen Drehbewegungen kommen Sie nicht lange zur Ruhe und finden keine tiefe Entspannung.
Doch wie bietet man seinem Körper die ideale Schlafsituation? Das ist gar nicht so einfach, denn unser stark unterschiedlich geformter Körper verursacht unterschiedliche Eintauchtiefen in eine Schlafunterlage. Und damit bei vielen gängigen Matratzensystemen Druckunterschiede, die unser Körper dann selber – mithilfe von Muskel- und Gelenkarbeit – zu kompensieren versucht. Der Körper arbeitet, er ruht nicht. Die Folge sind Verspannungen. Und die Wirbelsäule kommt nicht in die erforderliche Dehnung.

Jeder Körper hat physiologische Besonderheiten und damit ganz eigene Bedürfnisse!
So mancher Hersteller wirbt damit, dass seine Matratze für jeden passt. Kann das bei einer günstigen, herkömmlichen Standard-Matratze wirklich stimmen? Ich behaupte nein, denn die Herausforderung, vor der alle Matratzenhersteller stehen: Jeder menschliche Körper hat eine eigene Form, physiologische Besonderheiten und damit ganz individuelle Bedürfnisse, wenn es um die optimale Stützung des Bewegungsapparates geht. Eine Lösung für diese Herausforderung bietet das Prinzip des vollkommenen Druckausgleichs über die ganze Körperkontur. Sowohl vertikal als auch horizontal.

Anforderung an eine „ergonomisch gute“ Matratze: Der komplette Körper muss in seiner natürlichen Form stabilisiert werden, d.h. der Druck muss gleichmäßig auf bzw. in die gesamte Auflagefläche verteilt werden!
Das ist der Schlüssel für die bereits genannte Dehnung. Eine gute Schlafunterlage muss herausragende Körperpartien wie Schulter oder Hüfte so entlasten, dass kein Druck ausgeübt wird. Gleichgültig, welche Schlafposition Sie einnehmen. Der Druck der tiefsten Stelle darf nicht einfach an der gleichen Stelle zurückgegeben werden, sondern der Druck muss weggeleitet, d.h. ausgeglichen werden. So ein gleichmäßiger Ausgleich kann nur direkt am Körper, also „körperformgebend“, geschehen.

Eine weitere Herausforderung in diesem Zusammenhang: Ihr Körper ist ein lebender Organismus, d.h. er verändert sich ständig. Z.B. nehmen wir zu oder ab oder leiden mal unter verspannter Muskulatur und dann wieder nicht. Das bedeutet, dass der für Sie perfekte Härtegrad in einem halben Jahr ein anderer sein kann als heute. Auch temporäre gesundheitliche Veränderungen erfordern Unterschiede in der Härte der Schlafunterlage.

Eine perfekte Schlafunterlage sollte sich also mit Ihnen verändern, das heisst an Ihren Körper anpassen können. Bei herkömmlichen Matratzen oder Wasserbetten legen Sie sich mit dem Kauf für einen ganz bestimmten Härtegrad fest, den Sie nicht mehr verändern können. Und genau in diesem Punkt unterscheidet sich das Allgäuer Luftbett von herkömmlichen Matratzensystemen und von einem Wasserbett.

Das Allgäuer Luftbett funktioniert physikalisch ähnlich wie ein Wasserbett, denn es handelt sich um eine Weiterentwicklung der Wasserbett-Technologie
Die gesamte Auflage Ihres Körpers wird aufgefangen. Beim Wasserbett wird Ihr Körpergewicht vom nicht komprimierbaren Wasser getragen, beim Allgäuer Luftbett von Luft. Sowohl bei Wasser als auch bei Luft handelt es sich um Elemente, die eine gleichmäßige Druckverteilung ermöglichen. Bei weniger dynamischen Materialien wie Schaumstoff oder Metallfedern ist eine so gleichmäßige Druckverteilung direkt am Körper physikalisch gar nicht möglich. Klassischen Matratzen wird z.B. mit Federkernen, 7-Zonen-Systemen, Holzlatten, Gumminoppen oder anderen mehrstufigen Hilfskonstruktionen etwas mehr Elastizität beigebracht. Der Körper hat jedoch wenig davon, wenn sich 30 Zentimeter von ihm entfernt irgendwelche Holzlatten auch noch verbiegen. Der ideale Druckausgleich am Körper lässt sich damit beim besten Willen nicht erreichen. Um die Flexibilität zu verbessern, werden dann meistens Kombinationen gewählt. Beispielsweise Schaumstoff mit elastischen Latten. Das gemeinsame Problem dieser Techniken besteht darin, dass die Elastizität nicht direkt am Körper wirkt, sondern mehr oder weniger tief im deformierten Material. Und der Druckausgleich erfolgt zonenweise vertikal – eine regelmäßige Druckverteilung und der horizontale Ausgleich können nicht stattfinden. Diesen Nachteil versuchen Wasserbetten zu korrigieren, der Ausgleich wird jedoch mit fehlender Elastizität (Wasser ist nicht komprimierbar) und weiteren Nachteilen erkauft.

Was das Allgäuer Luftbett von einem Wasserbett unterscheidet
1. Bei diesem luftgesteuerten Schlafsystem leitet die Luft keine Bewegungsenergie weiter. D.h. eine Bewegung des einen Partners lässt den anderen nicht „beben“, wie es bei einem Wasserbett oft der Fall ist.
2. Ein Allgäuer Luftbett ermöglicht unendlich viele Härtegrade, weil man den Luftdruck beliebig verändern kann.
3. Sie können gar nicht falsch liegen! Der Luftkern formt den Körper des Benutzers nach. Er funktioniert nach dem Prinzip Druck und Gegendruck. Der Druck wird immer gleichmäßig auf die gesamte Oberfläche des Luftkerns verteilt, d. h. an jedem Punkt, an dem der Körper des Benutzers im Kontakt zum Luftkern ist, herrscht der genau gleiche Druck. Dies ist unabhängig von der Verformung (Einsinktiefe). Denn das Medium Luft ist komprimierbar und gleichzeitig stabil. Dadurch wird bei jeder gewählten Einstellung – innerhalb des für den Benutzer opitmalen Bereichs – eine perfekte Stützung und eine ruhige, nicht nachgebende Lagerung des Körpers erreicht, ganz egal, ob der Benutzer ein Hohlkreuz, einen runden Rücken oder welche Körperform auch immer hat. Beim Liegen auf einem Wasserbett wird das Wasser nach dem Verdrängungsprinzip vom Gewicht des Körpers verdrängt. Beim Liegen auf einem Allgäuer Luftbett wird die Luft im Inneren des Luftkerns komprimiert. Dadurch wird der Druck erhöht, die Luft vertikal und horizontal verteilt und der Körper noch optimaler abgestützt. Wenn die Luftmenge verringert wird und dadurch der Körper tiefer einsinkt, wird die Kontaktfläche vergrößert. Es entsteht der Eindruck, das Allgäuer Luftbett werde weicher. In Wirklichkeit wird jedoch lediglich die Kontaktfläche vergrößert und damit das Gesamtgewicht gleichmäßig auf eine größere Fläche verteilt. Luft hingegen hat als tragendes Element ideale Anpassungseigenschaften an den Körper und gleicht den Druck der verschiedenen Eintauchtiefen nicht nur vertikal, sondern auch horizontal aus. Eine dreidimensionale Druckverteilung und steuerbarer Gegendruck sind nur mit Luft machbar – mit einer simplen Luftmatratze ist dies allerdings nicht zu erreichen. Denn der Umgang mit unter Druck gespeicherter Luft verlangt einen neuen Systemansatz: Sie muss in einer möglichst großen Druckkammer zuverlässig über Jahre gehalten werden. Der Luftkern ist eingebettet in einen rundum laufenden Matratzenrahmen, der die Matratzenform gibt.
4. Komfortable, individuelle Kopf- und Fußhochlagerungen sind bei einem Allgäuer Luftbett durch Verwendung eines manuell verstellbaren Lattenrostes oder eines Motorrahmens möglich. Beim Wasserbett mit viel Gewicht entfällt diese Möglichkeit komplett.
5. Ein weiterer Vorteil des Luftbettsystems besteht darin, dass die Matratze weitgehend wartungsfrei ist und keine permanente Stromzufuhr benötigt wird, wie für die beim Wasserbett zwingend notwendige Heizung.

Während Sie herkömmliche Matratzen und Wasserbetten nach acht bis zehn Jahren auswechseln sollten, können Sie bei einem Allgäuer Luftbett nach dieser Zeit z.B. nur den Bezug auswechseln lassen. So ist die Hygiene gewährleistet. Das Allgäuer Luftbett kann auch ohne Lattenrost verwendet werden. Da es die Matratze selbst ist, die sich dem Körper anpasst, kann man sie auf eine einfache Holzplatte legen. Eine Unterbelüftung ist nicht unbedingt erforderlich, da die im Oberbezug gespeicherte Körperflüssigkeit tagsüber nach oben verdunstet. D.h. Sie könnten das Allgäuer Luftbett theoretisch auch einfach auf den Boden legen. …was natürlich nicht so gut aussieht wie ein schönes Bettgestell und der Ein- und Ausstieg ist wesentlich komfortabler, wenn sich die Matratze in der für Sie passenden Höhe befindet – empfehlenswert ist eine Sitzkantenhöhe (Bettgestell + Matratze) von 65-70 cm
Ihr Körper dankt es Ihnen jeden Morgen beim bequemen Aufstehen!

Ist gesunder Schlaf also eine Frage des Systems?
Davon sollten Sie sich am besten Ihr eigenes Bild machen.

Möchten Sie das Allgäuer Luftbett einmal unverbindlich Probeliegen oder haben Sie Fragen?
Dann lesen Sie doch zunächst mal die häufigsten Fragen und Antworten zum Allgäuer Luftbett. Bei weiteren Fragen und näherem Interesse sind wir per E-Mail und telefonisch jederzeit für Sie da und helfen Ihnen gerne weiter.

Wir wünschen Ihnen allseits guten Schlaf und schöne Träume,

Ihre Schlafexperten aus dem Allgäu – Uli Schmid mit Team!