zurück | 10.09.2017 | Uli Schmid

15-Punkte-Orientierungsplan: Worauf muss ich beim Matratzenkauf achten?

15-Punkte-Orientierungsplan: Worauf muss ich beim Matratzenkauf achten?

Die richtige Matratze ist enorm wichtig für Ihre Gesundheit
„Wie man sich bettet, so liegt man“ – sicherlich kennen Sie diese Weisheit. Für erholsamen Schlaf ist die richtige Matratze ein ganz entscheidende Faktor. Denn mit der falschen Matratze werden Ihre Knochen nicht ausreichend gestützt. Die Folge: Ihre Muskeln können sich nicht entspannen. Vor allem die Bandscheiben leiden darunter. Das kann zu Rücken- und Gliederschmerzen führen.

Doch eine geeignete, rückenfreundliche Matratze oder Schlafunterlage zu finden, auf der Sie sich so richtig wohlfühlen und gut schlafen können, ist gar nicht so einfach. Denn es gibt unter der großen Vielfalt an Matratzen kaum Anbieter, die Orientierung bieten. Ich vergleiche den Matratzenmarkt gerne mit einem Lotteriespiel: Sie wissen nicht, was Sie kriegen und können Glück oder Pech haben. Sich am Preis zu orientieren hilft Ihnen wenig: Teuer heisst noch lange nicht gut, wie Stiftung Warentest und andere Testberichte regelmäßig veranschaulichen. Sie haben keine Gewähr, ob Ihre Wirbelsäule mit der neuen Matratze mit Härtegrad „X“ nach einem halben Jahr Freundschaft geschlossen hat. Wenn nicht, ist die Enttäuschung groß
und die Angst und das Mißtrauen vor dem nächsten Kauf wächst.

Aus diesem Grund habe ich Ihnen hier 15 nützliche Anregungen und Tipps zusammengestellt, die fast 15 Jahre gesammelte Erfahrung seit 2003 enthalten. Diese Anregungen helfen Ihnen beim Kauf einer neuen Matratze weiter.


15-Punkte-Orientierungsplan – worauf Sie beim Matratzenkauf achten sollten


Achten Sie beim Probeliegen ausschließlich auf das Liegegefühl. Legen Sie sich vor dem Probeliegen noch nicht auf Material, Härtegrad oder Art der Matratze fest. Ansonsten kann es passieren, dass die für Sie optimale Matratze von vornherein ausschliessen.

1. Überlegen Sie sich, zu welchen Schlaf- und körperlichen Beschwerden Sie neigen
Haben Sie z.B. regelmäßig Rücken- oder Nackenschmerzen? Müssen Sie sich nachts häufig herumwälzen und finden keine angenehme Liegeposition? Ein guter Verkäufer berücksichtigt solche Aspekte.

2. Liegeeigenschaften: Wird die Wirbelsäule gestützt?
Bei Rückenlage sollte die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Form erhalten bleiben und nicht verbogen werden. Eine gute und passende Matratze gibt an Gesäß und Schultern leicht nach. Wenn Sie zu Flachrücken oder Hohlkreuz neigen sollte diese Form von der Matratze gestützt und nicht beeinflusst werden.
Bei Seitenlage sollte die Matratze im Schulter- und Beckenbereich so nachgeben, dass die Wirbel am Rücken eine gerade, horizontale Linie bilden. Ihre Wirbelsäule sollte nicht unten durchhängen oder sich nach oben biegen.
Fazit: Unterstützung und Entlastung der Körperpartien muss in jeder Liegeposition die gleiche Qualität haben, damit die WS sich dehnen kann.

3. Nehmen Sie sich viel Zeit für den Matratzenkauf
Um eine für Sie optimale Matratze zu finden, sollten Sie verschiedene Modelle ausprobieren. Eine individuelle Matratzenberatung mit ausführlichem Probeliegen kann eine Stunde und länger dauern. Ein guter Berater weiß meist nach drei bis fünf Versuchen, welche ergonomische Passform ein Körper hat und welche Matratzen in Frage kommen.

4. Was ist besser: Harte oder weiche Matratze?
Beide Varianten haben Nachteile: Ist die Matratze zu weich, schränkt das die Bewegungsfreiheit ein und Ihre Wirbelsäule hängt durch. Eine harte Matratze zwingt Ihren Körper hingegen zu häufigen Haltungswechseln und die Wirbelsäule wird nicht richtig abgestützt. Grundsätzlich liegen schwere Personen auf hartem Untergrund besser, da sie auf einem weichen Bett stark einsinken können. Doch auch eine schwerere Person kann eine weichere Schlafunterlage wählen, wenn der Liegekomfort stimmt. Das Wichtigste ist, dass man bequem und gesund auf der Matratze liegt. Jeder Körper ist anders gebaut. Für jede Person muss der für sie richtige Härtegrad erst gefunden werden.

5. Hinweis: Für Härtegrade gibt es noch keine einheitliche Norm
Angaben zum Härtegrad können von Hersteller zu Hersteller variieren und sind damit wenig aussagekräftig, wenn man vergleichen möchte. Ihnen als Verbraucher bleibt nichts anderes übrig, als viele verschiedene Matratzen Probe zu liegen. Bei der Herstellung von Kaltschaummatratzen können bei der Auflösung verschiedene Härtegrade entstehen. Folge: Sie erhalten nicht den gewählten Härtegrad. Darauf haben Berater und Matratzengeschäft keinen Einfluss.

6. Tipp für Paare: Jeder sollte seine eigene Matratze verwenden
Jeder Mensch benötigt eine auf seinen individuellen Körperbau abgestimmte Matratze. Das gilt auch für Paare, die zusammen in einem Bett schlafen. Sie sollten zwei Matratzen kaufen – damit jeder Rücken eine für ihn passende Schlafunterlage erhält. Falls auf einer gemeinsamen Matratze geschlafen wird sollte diese punktelastisch sein: Teilbereiche der Matratze geben individuell nach, ohne die umliegenden Bereich zu beeinflussen.

7. Probeliegen wenn Sie ausgeruht sind
Wenn Sie im müden Zustand Probeliegen, werden Sie schon das Hinlegen selbst als angenehm empfinden. Das kann Ihre Urteilsfähigkeit hinsichtlich der Matratzenqualität negativ beeinflussen.
Auch noch wichtig: Nehmen Sie beim Probeliegen Ihre bevorzugte Schlafposition ein.

8. Hinterfragen Sie tolle Werbeversprechen
Viele Verkäufer sind eben in erster Linie Verkäufer. ;-)

9. Fragen Sie nach Ihrem Rückgaberecht
Alles braucht seine Eingewöhnungszeit und Umstellung. auch Ihr Rücken. Es kann sein, dass Sie erst nach einem halben Jahr feststellen können, ob Sie sich auf Ihrer neuen Matratze dauerhaft wohl fühlen und gut schlafen können. Fragen Sie vor dem Kauf, ob eine Rückgabe oder Tausch auch nach mehreren Wochen noch möglich ist und lassen Sie sich die Rückgabefrist am besten schriftlich bestätigen.

10. Schadstoffe und Geruchsbelästigung
Sie haben allnächtlich viele Stunden engen Kontakt mit Ihrer Matratze. Seiten- und Bauchschläfer atmen häufig durch die Matratze. Vor diesem Hintergrund ist es sehr wichtig, dass Ihre Matratze keine gesundheitsschädlichen Stoffe enthält, die Raumluft nicht belastet wird und natürlich auch nicht unangenehm riecht.

11. Handhabung und Pflege
Wie leicht lässt sich die Matratze reinigen und bewegen?

12. Haltbarkeit & Entsorgung?
Wie lange hält Ihre Investition, d.h. wie schnell ist die Matratze durchgelegen? Eine durchgelegene Matratze wirkt sich extrem negativ auf Ihre Schlafqualität und Ihre Rückengesundheit aus. Und wenn die Matratze schließlich einmal ausgedient hat: Wie einfach und umweltfreundlich lässt sie sich entsorgen?

13. Was kann den Ermüdungsprozess einer herkömmlichen Matratze beschleunigen?
Hohes Körpergewicht und Liegen in überwiegend gleicher Körperstellung.
Nicht zu unterschätzen ist die Ermüdung bei Schaumstoffmatratzen durch Zersetzung bis zur Pulverisierung des Materials durch aufgenommene Körperflüssigkeit mit beinhalteten Salzen und Mineralien.

14. Denken Sie auch an das richtige Kopfkissen!
Von elementarer Wichtigkeit ist neben der Matratze auch das Kopfkissen. Falsche Lagerung der Halswirbelsäule kann zu eingeschlafenen Händen und Armen führen,
zu Nackenverspannungen, Kopfschmerzen bis hin zu chronischer Mygräne.

15. "Welche Matratze soll ich denn nun kaufen?"
Diese Frage wird oftmals an den Arzt des Vertrauens, Physiotherapeuten, Masseur oder Heilpraktiker gestellt. Sie dürfen mir glauben, dass nur wenige in diesem "Matratzen-Dschungel" (der Markt ist äußerst unübersichtlich) eine fundierte Empfehlung geben können.

Haben Sie Fragen zu gesundheitsförderndem Schlaf?
Sind Sie auch auf der Suche nach wirklich erholsamem und gesundheitsförderndem Schlaf? Ich habe in fast 15 Jahren weit über 2.000 Menschen intensiv und kompetent beraten. Diesen Wissens- Standard gebe ich Ihnen gerne weiter. Nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf – ich bin auch individuell für Sie da und nehme mir die nötige Zeit für Sie.

Ihr Schlafexperte aus dem Allgäu,

Uli Schmid